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(von links) Kai Ritter, Christoph Rödel, Hegeringsleiter Holger Hansmann
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Boldecker Land. Eigens für die Hegeschau hatten die Jäger aus dem Hegering Boldecker Land auf einer langen Wand - aufgeteilt nach den einzelnen Revieren - im Saal der Gaststätte Heidekrug die Rehkronen zur Bewertung aufgehängt. So hatte die aus Friedrich Klopp (Hegering Brome), Volker Rössler-Schulze (Hegering Werder) und Eckhard Horstmann (Hegering Ehra) zusammengesetzte Bewertungskommission die optimale Übersicht, um daraus die besten Stücke bestimmen zu können. Der Sprecher der Bewertungskommission, Friedrich Klopp, lobte: „Die Gehörne haben wir in einem sehr sauberen Zustand vorgefunden. Sie sind gut zu bewerten gewesen. Mit dem Ergebnis, dass ich bei meinem ersten Anblick gleich gedacht habe, hier ist wunderbar in die Jugendklasse eingestiegen worden.“
108 Rehkronen hatte die Kommission zu bewerten. Mit dem goldenen Bruch für das beste Gehörn (5-Jähriger Rehbock mit 343 Gramm Gehörngewicht) wurde aus dem Revier Barwedel I Hans-Andreas Heinecke ausgezeichnet. Der silberne Bruch (5-Jähriger Rehbock mit 350 Gramm Gehörngewicht) ging an Willi Pollehn aus dem Revier Tappenbeck. Den bronzenen Bruch (5-Jähriger Rehbock mit 358 Gramm Gehörngewicht) an bekam René Schröder aus dem Revier Jembke zugesprochen.
Hegeringsleiter Holger Hansmann sagte in seinem Vorstandsbericht, dass die Lerchenfenstermaßnahme positiv verlaufen würde. „Zum Naturschutz zählen auch Pflanzungen. Wenn ihr Hegebüsche pflanzen wollt, bekommt ihr die Anträge bei mir“, führte er ferner aus. Außerdem würde ein Programm zum Schutz der Rotmilane anlaufen.
Unterschiedliche Wildentwicklungen vermeldeten die Reviersprecher. Wobei die Hasenpopulation von sehr gut (Revier Tappenbeck) über wenig (Revier Osloß) bis zufriedenstellend in den übrigen Revieren reichte. Kaninchen seien nach wie vor selten anzutreffen. Das gelte auch für Fasane und Rebhuhnketten. Die Rehwildentwicklung wurde insgesamt gesehen als gut bis sehr gut bezeichnet. Auch nehme der Fuchsbestand zu. Während Damwild in den Revieren Barwedel, Jembke und Bokensdorf vermehrt gesichtet werde, sehe es in Tappenbeck, Osloß und Weyhausen nicht so gut aus, berichteten die Reviersprecher. Schwarzwild (Wildschweine) sei vorhanden.
Die Jägerbriefe nach bestandener Jägerprüfung nach dem Bundesjagdschutzgesetz händigten Hegeringsleiter Hansmann uns sein Stellvertreter Friedrich Wiese an Fabian Mazelka und Alex Schuhmacher (beide Tappenbeck) sowie an Glenn Wilke (Weyhausen) aus.
Text und Fotos: Joachim Dürheide