
(Text: Ernst-Dieter Meinecke, Foto: Melanie Meinecke)
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| Jagdpächter Ernst-Dieter Meinecke überreicht an Ilse Michel ein Dankeschönpräsent. Zwanzig Jahre lang stellt sie bereits ihre Küche für die Vorbereitung des Essens zum Hasenball zur Verfügung. |
Barwedel. In Barwedel war Hasenball. „Nach dem Einsetzen der Schonzeit für die meisten Wildarten, bleiben die Büchsen und Flinten im Waffenschrank“, so Jagdpächter Ernst-Dieter Meinecke aus dem Revier Barwedel II. Seit den frühen 50er Jahren, „und immer im Februar“, gebe es den Hasenball nun schon. „Alle Barwedeler, die in dem gemeinschaftlichen Jagdbezirk jagen, nehmen mit ihren Partnern daran teil“. Außerdem sei es eine bewährte Tradition den Jagdgenossenschaftsvorstand - Jagdgenossen: Besitzer unbefriedeter Grundstücke - mit ihren Ehepartnern dazu einzuladen. „Alle drei Vorstandsmitglieder waren erschienen. Dies ist ein Beleg, für das gute Verhältnis zwischen Jagd und Jagdgenossenschaft“, freute sich der Jagdpächter.
Eine Besonderheit ist auch die Vorbereitung des Essens. „In der Woche vor dem Ball bereiten die Ehefrauen der Jäger die Mahlzeit immer im Wechsel in der Küche des Jagdpächters aus dem Revier Barwedel I oder Barwedel II vor“.
Die Jagdhornsignale waren gerade verklungen, das Wildbret serviert, da ahnte Ilse Michel noch nicht, dass ihr eine besondere Ehrung während des Balls der Jäger bevorstehen sollte. „Ilse, seit zwanzig Jahren stellst du nicht nur deine Küche zur Verfügung, sondern bereitest auch das Essen mit vor. Dafür gebührt dir unser aller Dank“, würdigte Meinecke unter dem Applaus der Ballbesucher das Engagement der Ehefrau des Jagdpächters Heinrich Michel aus dem Jagdbezirk Barwedel I mit einem Dankeschönpräsent.
Und auch ein Jäger ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Große Freude herrschte nach der mitternächtlichen Verlosung bei Michael Karnebogen über den Gewinn einer Ansitzleiter.