
(Text und Fotos: Joachim Dürheide)
![]() |
| Der Nichtjäger Werner Ahrens aus Barwedel wird mit dem Goldene Rebhuhn ausgezeichnet. Die Jagdpächter Ernst-Dieter Meinecke (links) und Heinrich Michel (rechts) zeichnen ihn damit aus. |
Barwedel. Eine besondere Anerkennung wurde dem Natur- und Jagdfreund Werner Ahrens (64) aus Barwedel zuteil. Mit dem goldenen Rebhuhn zeichneten ihn die beiden Jagdpächter des Barwedeler Reviers, Ernst-Dieter Meinecke und Heinrich Michel, im Namen der Landesjägerschaft Niedersachsen, aus. „Das goldene Rebhuhn wird von uns Jägern an Personen vergeben, die Nichtjäger sind und die sich im hohen Maße für die Belange der Jagd einsetzen und die sich um die Erhaltung der Natur verdient gemacht haben“, so die Jagdpächter. „Werner Ahrens ist eine solche Persönlichkeit“, hob Ernst-Dieter Meinecke in seiner Laudatio hervor. Ahrens sei schon seit über 40 Jahren bei nahezu allen anfallenden Arbeiten, die der Erhaltung der Natur dienen und bei jagdlichen Anlässen dabei. „Für uns Jäger ist deine große Erfahrung als Treiber besonders wichtig“. Dies gelte auch für anfallende Revierarbeiten. „Wenn es um Baumpflanzaktionen oder um den Eigenbau von genormten Hochsitzen geht“, so Jagdpächter Michel, „dir ist keine Arbeit zu viel und kein Weg zu weit“. Die Jagdpächter dankten dem so Geehrten auch für seine vorbildliche Einstellung zur heimischen Tierwelt. So habe Ahrens einen Teil seines früheren Ackers als Wildäsungsfläche zur Verfügung gestellt. „Und das schon seit über 25 Jahren“. Er freue sich sehr über diese Auszeichnung, sagte Ahrens. „Meine Leidenschaft ist die Jagd ohne selbst Jäger zu sein oder zu werden“. Jede Jagd sei interessant. Er habe spannende Jagdtage miterleben dürfen. Besonders die im Gebiet des Barwedeler Moores. „Da musst du als Treiber aufpassen, dass du nicht versehentlich in einem Moorloch verschwindest“, freute er sich, bisher noch nicht in die Verlegenheit geraten zu sein. Auch habe er miterlebt wie sich die Barwedeler Jagd, „von einem reinen Niederwild- zu einem Schwarzwildrevier im Verlauf der Jahre entwickelt hat“. Wichtig sei ihm die jagdliche Gemeinschaft. In ihr fühle er sich ausgesprochen wohl. „Hier bei uns in Barwedel herrscht zwischen Jägerschaft und Treibergemeinschaft ein Zusammengehörigkeitsgefühl“. Die mit einer Urkunde versehene Auszeichnung finde jetzt einen Ehrenplatz zwischen den Gehörnen aus der Jagdzeit seines längst schon verstorbenen Schwiegervaters Ewald Mühe. „Und der war Jäger“, erinnert er sich gerne an die gemeinsame Zeit mit ihm.