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40 Jahre Preis- und Jahresnadelschießen des Hegeringes

(Text und Fotos: Joachim Dürheide)

Jäger aus dem Hegering Boldecker Land beteiligen sich beim 40-Jährigen Jubiläumspreis- und Jahresnadelschießen auf dem neugestalteten Wurfscheibenschießstand in Westerbeck am jagdlichen Schießen.

Schießobmann Helmut Beinhorn (rechts) nimmt den vom Ehren-Hegeringsleiter Ernst-Dieter Meinecke Senior als Wanderpokal gestifteten neuen Mannschaftspokal entgegen.

“Unser diesjähriges Preis- und Jahresnadelschießen ist diesmal ein ganz besonderes“. begrüßte der Schießobmann des Hegeringes Boldecker Land, Helmut Beinhorn aus Bokensdorf, die Teilnehmer des Schießwettbewerbs auf der neugestalteten Schießanlage im Wald vor Westerbeck, „denn wir verbinden damit unser 40-Jähriges Jubiläum“. Ehren-Hegeringsleiter Ernst-Dieter Meinecke Senior aus Barwedel konnte sich an die Anfänge noch ganz genau erinnern. „Auf der Schießanlage in Hoitlingen haben wir mit diesem erfolgreichen Wettbewerb begonnen“. Auf Wurfscheiben sei damals gezielt worden. „Die Auftaktveranstaltung war so gut besucht, so dass wir feststellen mussten, nicht genügend Preise für die Siegerehrung zu haben“. Doch die damaligen Organisatoren um Schießobmann Wilfried Schulze hätten Rat gewusst. „Während des laufenden Wettbewerbs wurden kurzerhand Preise nachgekauft, denn kein Schütze sollte leer ausgehen“. Das sei auch heute noch so, sagte Beinhorn. Nur habe sich das mit den Preisen grundlegend geändert. „Heute haben wir durch unser Firmensponsering aus dem jagdlichen Bereich von Bayern bis hoch nach Norddeutschland über einhundert Preise auf unseren Tischen für die Schützen aufgebaut“. Angefangen von der Jagdreise nach Masuren (Polen) über Rasentrimmer, Jagdmesser, Wildwannen, Taschenlampen bis hin zur beheizbaren Unterwäsche für den Aufenthalt auf dem Hochsitz, „ist fast alles dabei, was das Jägerherz höher schlagen lässt“, so Beinhorn. Und im Außenbereich des Schießstandes standen sogar drei Geländewagen vom Gifhorner Autohaus Blecker für Probefahrten bereit. Der rührige Schießobmann findet als Organisator Unterstützung bei seiner Lebenspartnerin Marita Freitag, die für die Auswertung verantwortlich zeichnet. Lob heimsten sich Claudia und Jürgen Wiegratz ein, „die uns während der einzelnen Durchgänge mit leckeren Köstlichkeiten vom Grill verwöhnt haben“, so die Teilnehmer.
Helmut Beinhorn selbst ist in den 40 Jahren nach Wilfried Schulze, Ulrich Wienecke und Peter Warnecke der vierte Schießobmann, der für die Jäger aus dem Hegering Boldecker Land das jagdliche Schießen - Wurfscheiben Trap/Skeet und Kipphase (Flinte), laufender Keiler, stehender Bock, sitzender Fuchs (Büchse) - ausrichtet. Ab 1987 sei das jagdliche Schießen dann in Westerbeck ausgerichtet worden. Vorwiegend genutzt worden wäre der Stand in Hoitlingen, „weil er sehr nah gelegen war“. Nebenher genutzt worden sei aber auch der „eigene“ Schießstand der Jägerschaft Gifhorn-Süd in Neuhaus. Dieser musste dann aufgegeben werden, „weil er dem Neubau einer Teilstrecke der Bundesstraße 188 zum Opfer gefallen ist“. So sei es zum Neubau des Schießstands in der Gemarkung Westerbeck durch die Jägerschaft Gifhorn-Süd gekommen. „Der Hegering Boldecker Land wechselte daraufhin von Hoitlingen und Neuhaus nach Westerbeck auf den großzügig angelegten Schießstand“.
Hegeringsleiter Holger Hansmann bezeichnete den Wettbewerb als den Höhepunkt des Jahres. „Der gute Zusammenhalt der Jägerschaft im Boldecker Land wird dadurch stark gefördert“. Denn sonst würden sich die Jäger naturgemäß eher an der Gemeinschaftsjagd in den örtlichen Revieren orientieren. Rolf Metzner pflichtete dem Hegeringsleiter bei. An die neue Wurfscheibenanlage müsse er sich aber erst noch gewöhnen. „Die Trefferquote war bei mir diesmal nicht so ganz optimal“, gab er zu verstehen.
Die Siegerehrung lief dann dem Tag angemessen in einem feierlichen Rahmen über die Bühne. Den Wilfried Schulze Gedächtnis-Pokal konnte Ernst-Dieter Meinecke Junior (Barwedel) als bester Einzelschütze gewinnen. Er verwies damit Arndt Fahr aus Bokensdorf und Christian Effe aus Barwedel auf die Plätze. Das „Meinecke-Festival“ sollte aber noch weitergehen. Mit den Schützen Ernst-Dieter Meinecke Junior, Christian Effe und Klaus Trump stellte die Jägerschaft Barwedel die beste Mannschaft. Hierzu hatte Ehren-Hegeringsleiter Ernst-Dieter Meinecke Senior den neuen Wanderpokal gestiftet. Und auch der Keilerpokal ging an Meinecke Junior. Damit noch nicht genug, „bester Wurfscheibenschütze und bester Kugelschütze wurde heute ebenfalls Ernst-Dieter“, so Schießobmann Beinhorn. Beim Wettbewerb um den Kipphasen zeigte sich dann aber Kai Ritter aus Barwedel als treffsicherster Schütze.

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