

„Die Jagdgemeinschaft Barwedel hat in den vergangenen Jahren viel Arbeit in die Pflege des Barwedeler Kopfweidenbestandes gesteckt“, sagte der Naturschutzobmann des Hegeringes Boldecker Land, Hans-Andreas Heinecke, beim Arbeitseinsatz am Kopfweidenbestand entlang des Weges der Brandwiesen in der Nähe zur Kleinen Aller. Der Bestand von nahezu einhundert Bäumen aller Altersklassen werde zu je einem Teil geschneitelt, „was bedeutet, dass durch Rückschnitt die typische Kopfverdickung der Weiden angeregt wird“.
Den Leitung des Arbeitseinsatzes hatte Jagdpächter Ernst-Dieter Meinecke übernommen. „Das ist komplexer Naturschutz und zeigt das Engagement der Jäger für die gesamte Artenvielfalt, nicht nur für jagdbares Wild“, betonte dieser. Alte Kopfweiden würden die Landschaftsbilder beeinflussen. „Sie sind einfach urige Baumgestalten“, meinte der Naturschutzobmann. Als Weichholz würden sie nicht alt werden, hätten aber viel Totholz, „und bieten somit jede Menge Lebensraum für Insekten“. Die Kopfweiden seien sozusagen lebende Insektenhotels, die ganz notwendig für Insektenfresser, vor allem für überwinternde Standvögel wären. „In früheren Zeiten erledigte sich die Pflege der Kopfweiden von selbst. Bedingt durch die Korbflechterei hat immer großes Interesse an Weidensprösslingen bestanden“. Heute nun, „im Zeitalter der Plastiktüte“, würden die Jäger und andere Naturfreunde den Rückschnitt erledigen und so verhindern, dass alte Bäume auseinander brechen und junge Weiden die typischen Köpfe ausbilden.
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