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Kopfweiden Schneiteln 2010

Notstand für die Wildtiere. Jagdpächter Christian Effe (rechts) bereitet mit seinem Jagdkollegen Heinrich Michel die Futterstelle in der Barwedeler Heide mit Maiskörnern, Futterrüben und Heu vor.
Barwedeler Jäger und Treiber schneiteln Weiden in den Allerwiesen. (Von links) Christoph Rödel, Christian Effe, Michael Karnebogen und Volker Meinecke schleppen das Astwerk auf einen bereitgestellten Gummiwagen.

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Barwedel. Auch wenn jetzt noch Schnee liegt, die notwendige Pflegearbeit an Kopfweiden ist in der Allerniederung in der Gemarkung Barwedel eine ständig anfallende Naturschutzarbeit. „Diese Arbeit kann mit anderen positiven Hegearbeiten gut in Verbindung gebracht werden“, so der Jäger und Jagdpächter der Gemeinschaftsjagd Barwedel II, Ernst-Dieter Meinecke. Mit Unterstützung von Mitjägern und Treibern aus der Gemeinschaftsjagd, startete er eine kombinierte Aktion für den Naturschutz.
„Wir sägen die mehrjährigen Weidenäste herunter und verbauen diese in den Zwischenräumen der Weidenallee am Langen Wiesenweg zu einer Hecke. Profitieren wird davon das Niederwild, aber auch alle Vögel und Insekten“, erklärte Meinecke während des Arbeitseinsatzes den Sinn der Maßnahme. So seien mehrere Gummiwagenladungen voller Weidenäste auf die Fläche eines nicht mehr genutzten Gemeindeweges gefahren worden, „um Material für die Neuanlage einer Hecke zu bekommen.“ Hier werde dann im Frühjahr durch zusätzliche Weidenstecklinge eine weitere wildtierfreundliche Anlage - eine Kombination aus Benjes- und Weidenstecklingsshecke mit inneren Freizonen (Sonnenplätze) - entstehen.“
Der Naturschutzobmann des Hegeringes Boldecker Land, Hans-Andreas Heinecke unterstützte die Aktion. Wobei er selbst mit Hand anlegte und die abgesägten Weidenäste auf dem bereitgestellten Gummiwagen für den Abtransport Ast für Ast stapelte. „Über einhundert ältere Weiden sind im Pflegeprogramm der Barwedeler Jäger aufgenommen worden“, sagte er. „Sie werden periodisch gestutzt.“ Der Zeitpunkt des so genannten Weiden schneitelns wäre von den Jägern und Helfern richtig gewählt worden, „da ab März wegen der beginnenden Vogelbrutzeit keine Gehölze in der offenen Landschaft mehr zurück geschnitten werden dürfen.“
Nach all der Mühe trafen sich die Jäger und Helfer, um in freier Natur einen stärkenden Imbiss einzunehmen.

Text: Hans-Andreas Heinecke und Joachim Dürheide
Fotos: Joachim Dürheide

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