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(Von links) Peter Meier, Wilhelm Bammel, Gernot Lemke, Mike Häge, Michael Gersch, Birgit Lücke, Walter Härtel (knieend), Jagdpächter Henrik Lücke, Karl Ramme, René Gose, Bernd Gose.
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Bokensdorf. Auch unserem heimischen Wild macht der Winter derzeit arg zu schaffen. Weshalb die Bokensdorfer Jäger einmal mehr als Heger in Erscheinung treten. „Die Nahrungssuche fällt dem Wild derzeit sehr schwer, da braucht es unsere Unterstützung“, sagten die Jäger auf dem Hof von Jagdpächter Henrik Lücke. „Lange hatten wir nicht mehr so eine Anhäufung von Schnee. Es ist nun ganz egal, ob noch mehr Schnee auf die vorhandene Schneedecke kommt oder es taut und dann wieder friert. Dem Wild muss jetzt geholfen werden“, so die Jäger. „Wenn der Schnee antaut und es dann gleich wieder friert, ist es für die Kreatur sogar noch schlimmer an Nahrung zu kommen,“ so Helmut Beinhorn, der sich an der Aktion beteiligte. Dann nämlich sei die Schneedecke verharscht, was es den Wildtieren nicht einfacher machen würde.
Jagdpächter Lücke hatte sich im Vorfeld mit Trecker und Anhänger zum Hafen Fallersleben begeben, „um Kaff von einer dort ansässigen Fallerslebener Firma zu holen.“ Das Kaff bleibe bei der Getreidereinigung als so genannter Ausputz übrig. „Darin ist allerdings noch Klein- und Schwachkorn enthalten, das dem Wild als Nahrung sehr willkommen ist.“ An mehreren markanten Stellen im 1200 Hektar umfassenden Bokensdorfer Revier wurde das Kaff nun ausgebracht. Falls die Wetterlage so bleiben sollte, seien weitere Maßnahmen geplant.
Der Naturschutzobmann des Hegeringes Boldecker Land, Hans-Andreas Heinecke aus Barwedel, lobte den Einsatz der Bokensdorfer Jäger. „Es ist eine harte Zeit für Wildtiere,die aber als Wild mit starken Wintern umgehen können.“ Wenn Jäger, „wie hier in Bokensdorf“, ihnen helfen würden, werde in den Bereichen, „wo gefüttert wird“, so Heinecke, „nicht mehr gejagt.“ So verlange es das Jagdgesetz und natürlich auch der jagdliche Anstand. In Gebieten, wo durch Getreideabfall nicht nur Wild, „sondern auch tausenden von überwinternden Vögeln geholfen wird, sollten Störungen durch Spaziergänger sowie Hundeauslauf unterbleiben, damit nicht die Kraftreserven durch unnötige Fluchten geschwächt werden.“
Text und Fotos: Joachim Dürheide